nur für mich
niemand interessiert sich für architektur -
da kann ichs ja auch lassen!
aus dem ‚architektenhoroskop‘ in der arch+ 171
Krebs (26.6. 22.7.)
Machen Sie sich eines klar: Niemand interessiert sich für Architektur - außer Architekten. Die einsamsten Menschen der Welt sind deshalb Star-Architekten. Berühmt in einer isolierten Welt. Begraben Sie die Träume vom großen beruflichen Erfolg. Erweitern Sie besser Ihre Möglichkeiten (Neptun-Powerschub). Eine neue, reizvolle Aufgabe lockt.
aber das meiner liebsten sieht sehr viel besser aus:
Löwe (23.7. 23.8.)
Sie sind die Paris Hilton unter den Architekten. Immer Party, immer Spaß, das Leben: eine Pose. Nur weiter so. Eine Venus-Konstellation verwöhnt Sie mit jeder Menge Charme und Energie. Jetzt haben Sie das Potenzial, Kollegen mit Ihrem Übermut anzustecken. Legen Sie los.
teufel
die bronze?plastiken von einer hexe, einem teufel und eine dritte von einer art teuflischen wildschwein am hexentanzplatz in thale faszinieren mich, seit ich vor kurzem zum ersten mal davon gelesen habe. am wochenende haben wir einen kleinen ausflug dahin gemacht und uns die sache mal in echt angeschaut.
hat mich für mein comicprojekt motiviert und bestärkt. hier eine kleine testzeichnung…
comics muß ich zeichen - 3 gute gründe
warum sollte comics zu zeichnen gut für mich sein: was ich mir dazu gedacht habe - damit ich es nicht gleich wieder vergesse.
erstens: wenn ich zeichne, mache ich etwas echtes, ich meine etwas reales. etwas, das nicht nur aus ein paar lichtpünktchen besteht. etwas, das nicht einfach verlustfrei beliebig oft vervielfältigt werden kann. etwas, das man anfassen, woran man sich sogar schmutzig machen kann. etwas, das man nicht nur mit brennenden augen vor einem flimmerkasten, sondern überall, auf dem klo, im bett, auf der wiese usw. anschauen kann.
zweitens: nachdem ich in letzter zeit wieder etwas zeichne, merke ich, daß ich mir die menschen, denen ich begegne, anders anschaue. ich schaue sie unbefangener an, weil ich ein wirkliches interesse daran habe, wie sie so aussehen. wie ihre klamotten aussehen, wie die bewegungen aussehen, die sie machen usw. und das trifft nicht nur auf menschen, sondern auf die ganze welt zu! „anders schauen“ ist super.
drittens:
Scott McCloud hat geschrieben, daß comiczeichnen eine der letzten tätigkeiten ist, die ein einzelner mensch alleine bewältigen kann.
ich verstehe das so: einen film kann man nicht alleine machen, ein computergame nicht alleine entwickeln (jedenfalls nicht so eins, mit dem man auch geld verdienen könnte).
überall gibt es „teams“ und „spezialisierung“ und „profis“ und „experten“, die jede arbeit in kleinste teile atomisieren, damit nur ja jeder pups so effizient wie möglich erledigt werden kann.
und darüber wachen dann die, die am wenigsten können, nämlich die „organisatoren“ oder wahlweise auch „manager“ (diese nagetiere). und die dürfen sich dann auch mächtig aufspielen, denn ohne sie läuft ja nichts!
ich habe mittlerweile festgestellt, daß diese struktur von arbeit mir zutiefst zuwider ist.
deshalb ist es gut, etwas zu machen, das man zur not auch ganz alleine (oder zu zweit) schaffen kann.
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